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So kannst du nachhaltigere Schnittblumen kaufen 💐

Wir haben Tipps für dich, wie du beim Kauf von Schnittblumen den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren kannst.

16. Februar 2022

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Klimawandel &-Schutz

Nicht nur zum Valentinstag, der gerade erst hinter uns liegt, sind Blumen unter den Deutschen ein sehr beliebtes Geschenk. 💐 Allerdings können Schnittblumen - je nach Herkunft der Pflanzen - sehr schlecht für das Klima sein. Wenn du beim Kauf jedoch auf gewisse Kriterien achtest, kannst du den CO2-Ausstoß für deinen Blumenstrauß ganz einfach reduzieren und so nachhaltigere Schnittblumen kaufen. Wir haben für dich hier ein paar Tipps zusammengestellt.

Nachhaltigere Schnittblumen: Achte besonders auf diese Kriterien

Die Saison ☀️☔️

Zwischen Februar und März, sobald die Temperaturen wieder wärmer werden, blühen meistens die ersten Narzissen. Weitere Frühlingsblumen sind Ranunkeln, Forsythien, Flieder, Krokusse und Tulpen. 🌷Gerade Tulpen solltest du am besten nur von März bis Mai kaufen, da sie in den anderen Monaten in beheizten Treibhäusern angebaut werden. 

Zu den Sommerblumen gehören Rittersporn, Gladiolen, Margeriten und Sonnenblumen. 🌻Im Sommer gibt es viele Felder, auf denen du die Blumen selbst schneiden kannst. ✂️ Unsere absolute Empfehlung, denn so weißt du genau, dass die Pflanzen lokal angebaut wurden und keinen langen Transportweg hinter sich haben. Außerdem macht es auch noch Spaß, sich seinen Blumenstrauß ganz individuell zusammenzustellen. 

Im Herbst 🍁 ist die Auswahl der saisonalen Schnittblumenarten deutlich geringer. Dennoch blühen unter anderem Hagebutttenblüten, Dahlien und Astern. Mit verschiedenen Gräsern und Lampionblumen kannst du dennoch einen schönen herbstlichen Blumenstrauß binden. 

Da in den kalten Monaten besonders viel Energieaufwand benötigt wird, um die Gewächshäuser zu beheizen, solltest du im Winter ❄️ am besten auf die klassischen Schnittblumen verzichten. Möchtest du dennoch etwas Hübsches verschenkenen, eignen sich besonders Amaryllis oder Weihnachtssterne, da diese auch drinnen blühen. Als Alternative zum klassischen Blumenstrauß kannst du dir aber auch Zweige in eine Vase stellen oder auch verschenken. 🌿 Das können zum Beispiel Obstzweige von einer Quitte, Kirsche oder auch einer Magnolie sein. 

Der Transportweg ✈️

Für das Klima ist es am besten, wenn du lokale Blumen von einem Bio-Anbieter in der Nähe kaufst. Leider sind nur 20% der Blumen, die bei uns auf dem Markt sind, aus Deutschland - einfach weil die Nachfrage zu groß ist. Umso entscheidender ist der Transportweg, um die Klimabilanz zu beurteilen.

Die meisten Schnittblumen stammen aus den Niederlanden oder Kenia. Weitere Länder aus denen importiert wird sind Äthiopien, Kolumbien und Ecuador. Je länger der Weg ist, desto wahrscheinlicher ist, dass Chemikalien verwendet werden müssen, um die Haltbarkeit der Pflanzen zu verlängern. 

Der Wasserverbrauch 💧

Manche Blumenarten, wie zum Beispiel Rosen, brauchen besonders viel Wasser. Gerade in Gebieten mit einer Wasserknappheit ist das sehr problematisch. Tulpen dagegen brauchen wesentlich weniger Wasser. In den Niederlanden gibt es unter anderem Tulpenfelder, die nur Regenwasser benötigen. ☔️

Es gibt auch Schnittblumen, die generell wenig Wasser brauchen. Dazu zählen Lavendel, Wicken, Zierlauch, Frauenmantel und Disteln. Das liegt auch daran, dass diese Pflanzen einen kleineren Blütenkopf und kürzeren Stiel haben. 

Der Energieverbrauch 💡

Blumen aus den Niederlanden verursachen häufig mehr CO2 als importierte Pflanzen aus Kenia. Der Grund dafür ist, dass die Pflanzen in den kalten Monaten in den Niederlanden in beheizten Gewächshäusern wachsen.

Es gibt auch Blumen, die in der Landwirtschaft angebaut werden, um den Boden zu pflegen. Mutterkraut, Kornblumen und Ringelblumen werden gepflanzt, um Insekten anzulocken, die andere Nutzpflanzen schützen. 🦗 Auch Fenchel und Artischocken können Blüten entwickeln, die als Schnittblumen in der Vase sehr lange haltbar sind. 

Gut zu wissen: Zertifikate für Schnittblumen💚

Das Fairtrade oder Bio Siegel gibt es auch bei Schnittblumen. So kannst du sichergehen, dass keine Pestizide verwendet worden sind. Zusätzlich gibt es noch das Grüne Zertifikat. Dieses prüft mehrere Kriterien des “kontrollierten umweltgerechten Zierpflanzenbaus” und wurde vom Berufsverband Zierpflanzen (BVZ)  ins Leben gerufen. Ein weiteres Zertifikat, auf das man bei Schnittblumen achten kann, ist das “Ich bin von hier!” Siegel. Dahinter steckt die Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte e.V., die Hersteller mit regional angebauten Schnittblumen mit dem Siegel auszeichnet. Für dich als Verbraucher*in bedeutet das, dass die Blumen nur kurze Transportwege hinter sich haben und dadurch auch tendenziell länger haltbar sind. 

Nachhaltigere Schnittblumen kaufen - unsere Tipps für auf einen Blick✨

  • Achte darauf, welche Blumenarten aktuell Saison haben. ☀️☔️

  • Kaufe Schnittblumen möglichst lokal. Berücksichtige die Herkunft und vermeide es Blumen zu kaufen, die einen langen Transportweg hinter sich haben. ✈️

  • Schneide Schnittblumen in den Sommermonaten selbst. ✂️🌷

  • Verzichte auf Blumensorten, die besonders viel Wasser brauchen, wie z.B. Rosen. ❌🌹

  • Kaufe in den Wintermonaten keine Schnittblumen, die in beheizten Gewächshäusern angebaut wurden oder einen langen Transportweg hinter sich haben. 💡❄️

  • Achte auf die Zertifikate: Bio, Fairtrade, das Grüne Zertifikat und das “Ich bin von hier!” Siegel. 💚


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Paulina Czenskowski

Titelbild: © Unsplash - christie-kim

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