Tipps gegen Hitze: Schnell und Strom sparend
Illustrierter Querschnitt durch ein Smart Home mit Räumen, in denen der Einsatz von Technik dargestellt ist, wie beispielsweise Computer, intelligente Haushaltsgeräte und eine Person, die staubsaugt.

Tipps gegen Hitze in der Wohnung: Schnell kühlen und trotzdem Strom sparen

Wappne dich gegen Hitzewellen: Wir von Octopus Energy geben dir Tipps an die Hand, wie du deine Wohnung kühl halten kannst und gleichzeitig den Stromverbrauch reduzierst. Deshalb gibt es von uns Heat-Hacks: Tipps ganz ohne elektrische Energie sowie Möglichkeiten, wie du Kühlgeräte umweltschonend einsetzt.

08. Juli 2026

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Tipps & Tricks

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Klassiker unter den Kühltipps: richtig lüften und Räume von außen abdunkeln.

  • Ventilatoren funktionieren am besten, indem sie warme Luft aus dem Zimmer pusten.

  • Nasse Wäsche aufzuhängen gehört zu den Kühlmythen: Nach dem ersten Frischeeffekt steigt die Luftfeuchtigkeit und macht die Hitze unangenehmer.

  • Für Wärmepumpen-Besitzer*innen: Manche Geräte besitzen eine Kühlfunktion und arbeiten ähnlich wie Klimaanlagen.

  • Wer eine Klimaanlage besitzt, sollte den Filter regelmäßig reinigen, um die Effizienz zu erhöhen.

Wohnung kühlen ohne Klimaanlage oder Ventilator: Tipps ohne extra Strom

Auch ohne extra Geräte lässt sich etwas gegen hohe Temperaturen in deiner Wohnung machen. Wir stellen dir unsere Top 6 der stromfreien Tipps gegen Hitze vor.

1. Die Klassiker: Räume richtig lüften und abdunkeln

Das Wichtigste bei einer Hitzewelle ist, dass sich Räume so wenig wie möglich aufheizen. Deshalb sind richtiges Lüften und Schutz vor Sonnenstrahlen das A und O. 

Beim Lüften gilt: Lass spät abends oder am frühen Morgen kühlere Luft in deine Wohnung. Querlüften erzeugt einen Luftzug und befördert schneller die aufgewärmte Luft nach draußen. Sobald die Temperaturen steigen, schließt du die Fenster. Wird es nämlich draußen wärmer als in deiner Wohnung, heizt die Außenluft deine Räume auf.

Um Räume sinnvoll abzudunkeln, muss der Sonnenschutz außen angebracht sein. Rollos oder Jalousien sind am hilfreichsten. So werden Sonnenstrahlen reflektiert, bevor sie auf dein Fenster treffen. Hat deine Wohnung keinen äußeren Sonnenschutz, sind Vorhänge oder Stoff-Rolladen die beste Alternative. Achte hier auf helle Stoffe: Dunkle Textilien heizen sich schneller auf.

Interessant: Eine langfristige Investition sind professionelle Hitzeschutzfolien. Die meisten Modelle werden von Fachkräften außen am Fenster direkt auf die Scheibe geklebt. Dort reflektieren sie die Sonnenstrahlen, damit sich Fensterglas und Wohnung nicht so schnell erwärmen. Wohnst du in einer Mietwohnung, musst du dir die Erlaubnis vom Vermieter einholen. Auch können die Folien deine Nachbarn blenden. Lass dich also am besten beraten, ob eine Hitzeschutzfolie für deine Wohnsituation geeignet ist.

Wichtig: Während Hitzewellen gehen häufig Videos online, in denen Menschen Alufolie oder Rettungsdecken von innen direkt auf der Fensterscheibe kleben. Das ist keine gute Idee! Sind die Materialien auf der Innenseite angebracht, erhitzt sich die Scheibe trotzdem. Die zusätzliche Reflexion durch Alufolie und Co. lässt das Glas zusätzlich heiß werden. Im schlimmsten Fall entstehen Spannungsrisse und das Fenster geht kaputt. Wenn du auf diese Notlösung zurückgreifst, bringe die Folien nur außen an und entferne sie wieder, sobald die Außentemperatur sinkt.

2. Textilien: Wärmespeicher entfernen und Kühlhelfer einsetzen

Stoffe speichern Wärme. Um sich etwas Abkühlung bei Hitze zu verschaffen, entferne Teppiche oder dicke Textilien aus Wolle oder mit flauschiger Oberfläche. Bett- und Kissenbezüge aus dünner Baumwolle, Leinen oder anderen leichten Naturfasern sind im Sommer angenehmer. Das gilt auch für Sitzmöbel: Besitzt deine Couch einen weichen und wärmespeichernden Bezug, platziere beispielsweise eine Leinendecke auf den Sitzflächen. So fühlt sich der Stoff trotz Hitze etwas kühler an.

Octopus Heat-Hack: Für Haustiere wie Hunde oder Katzen gibt es Kühldecken sowie -matten, die mit einem speziellen Gel befüllt sind – quasi wie ein großer Coldpack. Bei Hitzewellen lohnt sich also ein Abstecher zum Heimtierbedarf, denn die Kühlmatten sind auch für Menschen als Unterlage auf der Couch oder für die Füße angenehm.

3. Angenehmeres Klima: Luftentfeuchter aufstellen

Bei starker Luftfeuchtigkeit fühlen sich hohe Temperaturen noch heißer an. Dagegen helfen Luftentfeuchter: Sie sind mit Granulat befüllt, das die kleinen Wassertröpfchen in der Luft bindet. Stelle sie in deiner Wohnung auf oder in dem Raum, in dem du dich am häufigsten während einer Hitzewelle aufhältst. War die Luftfeuchtigkeit zu hoch, wird dieselbe Temperatur nach einer Weile etwas erträglicher.

4. Erholsam trotz Hitze: Schlafsituation anpassen

Warme Luft steigt nach oben. Deshalb ist es an Zimmerdecken immer etwas wärmer als in Bodennähe. Für Menschen mit Hochbett wird Schlafen bei Hitze also eher ein Saunagang. Um etwas Abkühlung zu erzeugen, lege deine Matratze direkt auf den Boden. Wer die Möglichkeit hat, kann auch in einer Hängematte schlafen: So zirkuliert die Luft von allen Seiten um den Körper.

5. Natürliche Kühlung: Pflanzen platzieren

Pflanzen verdunsten mit ihren Blättern Wasser: Das nennt sich Transpiration und ist vergleichbar mit dem Schwitzen beim Menschen. Der Effekt ist langsam, aber stetig und kann das Raumklima verbessern – auch wenn bei Hitze die Luftfeuchtigkeit so geringfügig ansteigt. Der Grund: Da sie für die Verdunstung Energie benötigen, wird der Umgebung Wärme entzogen. Deshalb können Pflanzen ihre Umgebung kühlen. Große Zimmerpflanzen haben dabei etwas mehr „Kühlpower“ als ihre kleinen Artgenossen. Auf Balkon oder Terrasse sind große Gewächse auch gleichzeitig ein Schattenspender.

6. Wärmemaschinen: Elektrogeräte ausschalten

Elektrische Geräte erzeugen Wärme, wenn sie in Betrieb sind – auch im Stand-by-Modus. Schalte deshalb alle Elektrogeräte aus, die du nicht brauchst, oder lege den Kippschalter bei Steckerleisten um. 

Die größten Wärmemaschinen sind Kühl- oder Gefrierschränke. Hier kann die Position etwas Abhilfe bei Hitze verschaffen: Steht dein Kühlschrank zu nah an der Wand, staut sich dort die Hitze und der Kühlschrank muss mehr arbeiten – und produziert selbst mehr Wärme. Es kann also bereits helfen, das Gerät etwas von der Wand wegzurücken. Besitzt du zwei Kühlschränke – zum Beispiel in der Küche und im Keller –, versuche deine Lebensmittel nur im Kellerkühlschrank zu lagern und schalte den anderen im wärmeren Raum komplett aus.

Octopus Heat-Hack: Viele Waschmaschinen oder Trockner besitzen eine Timer-Funktion. Lege also die Betriebszeiten in die Nachtstunden, um deine Räume tagsüber nicht noch mehr zu erhitzen. Der praktische Nebeneffekt: Von 22 bis 6 Uhr ist Strom in der Regel günstiger. Mit dem richtigen Tarif und Stromzähler kannst du also Geld sparen und Nachtstrom sinnvoll nutzen.

Stromsparen mit Geräten: So kühlst du umweltbewusst

Wenn die Hitze im Raum zu stark wird, helfen manchmal nur noch Ventilator oder Klimaanlage. Vor allem AC-Systeme gehören allerdings zu den Stromfressern. Deshalb liefern wir dir Tipps, wie du Ventilator und Klimaanlage so effizient wie möglich nutzt, um Energie einzusparen. Und hast du gewusst, dass auch eine Wärmepumpe die Temperatur senken kann? Wir erklären dir, wie das funktioniert.

Wichtig: Auch wenn du eine Klimaanlage oder Ventilator besitzt, lohnen sich die Heathacks ohne Elektrizität. Sinkt die Temperatur in deinem Wohnraum dadurch um ein paar Grad, müssen deine elektrischen Kühlhilfen gegen ein geringeres Hitzelevel ankämpfen und verbrauchen damit auch etwas weniger Strom.

Ventilatoren: Kleine Windkraft gegen Hitzewellen

Ventilatoren sorgen für Luftzirkulation. Sie kühlen also nicht die Raumluft, sondern lassen Feuchtigkeit auf der Haut schneller verdunsten. Dadurch fühlen sich hohe Temperaturen angenehmer an. So setzt du die kleinen Windmaschinen richtig ein:

  • Unterstütze mit einem Ventilator den Luftaustausch. Platziere dafür das Gerät vor das geöffnete Fenster oder eine Tür, wenn du abends oder früh morgens lüftest. So befördert der Ventilator warme Raumluft schneller aus deiner Wohnung.

  • Schalte das Gerät aus, wenn sich niemand im Raum befindet.

  • Nutze den Intervallbetrieb des Geräts, falls vorhanden. So sparst du etwas Strom, da der Ventilator nicht dauerhaft läuft.

Gut zu wissen: Für Ventilatoren gibt es kein Energielabel. Du erfährst also über die Watt-Angabe, wie effizient das Gerät arbeitet. Bei einem Betrieb von 6 Stunden pro Tag kannst du dich nach diesen Schätzungen richten:

Art des VentilatorsLeistung (W)Stromverbrauch (kWh)
Tisch- oder Bodenventilator4–400,02–0,24
Deckenventilator5–500,03–0,30
Standventilator15–700,09–0,42
Turmventilator45–600,27–0,36

Wie viel Strom ein Ventilator benötigt, hängt vom einzelnen Gerät ab. Achte darauf, dass du Ventilatoren sinnvoll einsetzt – und beispielsweise einen Tischventilator für den Luftaustausch nutzt.

Wichtig: Das beliebte nasse Tuch oder die Eisschale vor dem Ventilator helfen nur scheinbar. Denn auch, wenn die Verdunstung kurz Abkühlung verschafft, steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum an und sorgt für eine noch unangenehmere Hitze im Raum.

Klimaanlagen: Maximale Kühlkraft für Hitzespitzen

Klimaanlagen sind ähnlich wie Kühlschränke: Sie nutzen ein Kühlmittel, um die Temperatur zu senken. Dadurch verbrauchen sie sehr viel Strom und sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn andere Heathacks nicht mehr ausreichen. Um den Energieverbrauch des AC-Systems zu reduzieren, achte auf diese Tipps:

  1. Stelle die richtige Temperatur ein zwischen 23 und 26 °C. Die Raumtemperatur sollte nur um 6 bis 8 °C niedriger als die Außentemperatur sein. Der Grund: Muss die Klimaanlage die Wohnung stark abkühlen (wie 18 °C), verbraucht sie sehr viel Strom. Die Anlage arbeitet auch nicht schneller, wenn du sie kälter einstellst. Auch ist es für den Körper meist besser verträglich, wenn der Unterschied von Außen- und Innentemperatur nicht zu groß ist.

  2. Reinige regelmäßig den Filter deiner Klimaanlage. Ideal ist einmal pro Saison, am besten im Frühling, bevor du sie in Betrieb nimmst. So stellst du eine optimale Funktionsweise und effiziente Energienutzung sicher.

  3. Halte Fenster und Türen geschlossen, wenn das AC-System läuft. Tritt ständig wärmere Luft in das Zimmer, kühlt die Raumluft langsamer ab.

  4. Nutze die Klimaanlage in Kombination mit dem Ventilator. Klingt zunächst widersprüchlich, aber: Der Ventilator hilft dabei, die kühlere Raumluft schnell zu verteilen. So kannst du das AC-System früher wieder ausschalten.

Gut zu wissen: Klimaanlagen haben ein Energielabel: Du kannst also anhand der Energieeffizienzklasse überprüfen, wie stromsparend dein Gerät arbeitet. Wie viel Strom eine Anlage verbraucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von der Art der Klimaanlage oder der Größe des Raums und damit der Luftmenge, die gekühlt werden soll. 

Kühlbetrieb statt Heizung: Wärmepumpe im Sommer einsetzen

Was viele Wärmepumpen-Besitzer*innen nicht wissen: Ein Großteil der Heizgeräte besitzen einen aktiven oder passiven Kühlbetrieb. So funktionierts:

Aktive KühlungPassive Kühlung
Art der WärmepumpeLuft-WasserSole-Wasser Wasser-Wasser
FunktionsweiseUmgekehrter Betrieb: über den Kompressor zieht das Gerät aktiv Wärme aus den Räumen und gibt sie nach außen abNatürliche Thermodynamik: Wärme im Haus fließt über die Wärmepumpe zum kühleren Erdreich oder Grundwasser
Zusätzlicher StromverbrauchJaNein
KühleffektHöherNiedriger

Damit der Kühlbetrieb der Wärmepumpe funktioniert, muss das Haus oder die Wohnung gut gedämmt sein. Auch eine Flächenheizung ist nötig, wie diese Typen:

  • Fußbodenheizung

  • Wandheizung

  • Deckenheizung

Einzelne Heizkörper sind zu klein müssten sehr kalt werden, um die Temperatur im Raum spürbar zu senken. 

Stromsparend Temperatur regulieren – auch im Winter

Wärmepumpen gehören zu den Heizsystemen der Energiewende. Deshalb unterstützen wir dich beim Kauf und der Installation eines neuen Geräts – natürlich mit dem passenden Wärmepumpen-Tarif.

Häufige Fragen

Ja, als Notfalllösung und nur, wenn du das Material auf der Außenseite anbringst. Alufolie reflektiert die Sonnenstrahlen und reduziert damit die Hitze im Raum. Befindet sich die Folie auf der Innenseite, wärmt sich das Fensterglas trotzdem auf und wird von der Alu-Reflexion zusätzlich erhitzt. Spannungsrisse oder eine kaputte Scheibe können die Folge sein. Auf der Außenseite ist das Risiko für Schäden geringer. Entferne also die Folie, sobald die Hitzewelle abklingt und setze langfristig besser auf Außenrollos oder spezielle Hitzeschutzfolien für Glasscheiben.

Der Kühleffekt von nasser Wäsche hält nur kurz an: Zwar spürst du zunächst eine kurze Erleichterung, wenn das verdunstete Wasser verdunstet. Dadurch steigt aber auch die Luftfeuchtigkeit im Raum und hohe Temperaturen fühlen sich noch heißer an. Lege dir lieber ein kleines, nasses Tuch in den Nacken, um deinen Körper abzukühlen.

Ventilatoren helfen beim Lüften am späten Abend oder frühen Morgen: Positioniere das Gerät so, dass es die warme Luft in deiner Wohnung aus einem Fenster oder der Wohnungstür bläst. Tagsüber unterstützt der Ventilator die Luftzirkulation und verhindert stehende Hitze. Richte ihn nicht direkt auf deinen Körper, damit deine Muskulatur nicht auskühlt. Verzichte auch auf nasse Tücher oder Eiswürfel vor dem Ventilator, da so die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt.


Veronika Gott
Marketing