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Wie finden die Deutschen den f√ľr sie besten Stromanbieter? ūü§ď

Eine Umfrage gibt Aufschluss und zeigt, was auf dem Strommarkt im Argen liegt und was die Energiewende blockiert.

20. September 2021

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Strom

Bei der Bundestagswahl 2021 war von Anfang an klar: Es wird in Sachen Klimaschutz eine sehr entscheidende und spannende Wahl.

Laut aktueller Umfragen sieht beinahe die Hälfte der Bevölkerung den Schutz von Umwelt und Klima als drängendste Herausforderung unserer Zeit.

ūü§Ē Wir wollten wissen, worauf die Deutschen Wert legen bei der Wahl ihres Stromanbieters und welche Angebote sie nutzen. Also haben wir das Marktforschungsinstitut Civey beauftragt, eine Onlinestudie zu fahren und Personen zu befragen, die sich um das Thema Energieversorgung im Haushalt k√ľmmern. Die wichtigsten Ergebnisse (√ľber die auch¬†der SPIEGEL berichtete) wollen wir hier mit euch teilen.

Beim Kriterium der Nachhaltigkeit zeigten sich Unterschiede je nach regionaler Kaufkraft

Anders als bei der Bundestagswahl stehen bei der Energieanbieterwahl, die eigentlich das ganze Jahr l√§uft, vieeeeel viel mehr Akteure zur Auswahl. Aus √ľber tausend Stromanbietern und vielen tausend Tarifen k√∂nnen Verbraucher*innen in Deutschland heute w√§hlen. Es ist ein wahrer Tarifdschungel. Dass der davon abschreckt, den Wechsel zu einem gr√ľnen Anbieter √ľberhaupt anzugehen, ist verst√§ndlich.

Was wir aus der Befragung mitgenommen haben:

40,6%¬†‚Äě√Ėkostrom ist zu teuer‚Äú

21,3%¬†‚ÄěWir legen keinen Wert auf die Form der Erzeugung.‚Äú

31,5%¬†‚ÄěDer Anbieterwechsel ist zu kompliziert oder die Angebote zu undurchsichtig.‚Äú

Erfreulich ist, dass¬†√Ėkostrom¬†von fast einem Drittel der befragten als¬†wichtiges Auswahlkriterium¬†genannt wurde. Unsere Umfragedaten zeigten aber auch: Das¬†Preis-Leistungs-Verh√§ltnis¬†ist nach wie vor Entscheidungskriterium Nummer eins f√ľr den Stromanbieter und wurde von 77% der Befragten genannt.

Im Nordosten von Deutschland sind die Energiepreise besonders hoch.

Schaut man sich die Ergebnisse nach Bundesl√§ndern an, so f√§llt auf, dass in Mecklenburg-Vorpommern die Menschen am meisten darauf bedacht sind, ihre Stromrechnungen klein zu halten. Kein Wunder: Der Strompreisatlas ist dort an vielen Ecken dunkelrot, was f√ľr besonders hohe Strompreise spricht. Falls du wissen m√∂chtest, wie sich die Strompreise √ľberhaupt zusammensetzen, kannst du das¬†hier in unserem Blogbeitrag zur Strompreiszusammensetzung nachlesen.

Wie wählen Anhänger*innen verschiedener Parteien im Bundestag den besten Stromanbieter?

Es √ľberrascht nicht. Auch hier macht ein gutes¬†Preis-Leistungs-Verh√§ltnis¬†das Rennen.

Strom k√∂nnen wir als Produkt nicht sehen oder anders unmittelbar erfahren (ok, und wenn, dann ist das nicht besonders gesund). Und daher scheint es vielen dann nicht so wichtig, wer der Anbieter ist, denn der Strom aus der Steckdose √§ndert sich dadurch ja nicht (auch wenn manche das immer noch denken). So entscheiden sich viele einfach f√ľr einen m√∂glichst g√ľnstigen Anbieter.¬†

Und sonst? 

Beim zweitwichtigsten Auswahlkriterium gehen die Meinungen auseinander. W√§hrend f√ľr Anh√§nger der Gr√ľnen¬†√Ėkostrom¬†fast genauso wichtig ist wie ein guter Preis, spielt auch der Wunsch nach gutem¬†Kundenservice¬†eine wichtige Rolle. Teilweise √ľberwiegt dieser sogar.

Was schreckt manche noch vor dem Wechsel zu einem √Ėkostromanbieter ab?

Ganz unabh√§ngig von der Parteipr√§ferenz der Befragten wollten wir auch wissen, warum manche noch keinen √Ėkostrom beziehen. Und es zeigt sich:¬†Sauberer Strom muss in Summe deutlich g√ľnstiger werden, damit ihn sich jeder leisten kann. Immerhin gaben knapp 60 Prozent an, ihren Stromverbrauch wegen hoher Strompreise schon einmal eingeschr√§nkt zu haben. Gerade die Befragten mit sehr niedriger und mittlerer Kaufkraft hatten angegeben, aufgrund hoher Stromrechnungen ihren Stromverbrauch zu reduzieren.

Intransparenz und hohe Preise blockieren die Energiewende

Die n√§chste Bundesregierung sollte daher dringend den Regulierungsrahmen f√ľr den Endverbraucher-Strommarkt untersuchen und schauen wie der Strompreis gesenkt werden kann, etwa durch eine Abschaffung der Stromsteuer. Es muss allen zudem so leicht wie m√∂glich gemacht werden, den Stromanbieter zu wechseln, bzw. sich f√ľr sonstige nachhaltige Produkte zu entscheiden. Lange genug haben sich etablierte Anbieter ausgeruht und hatten wenig Anreiz daf√ľr, die M√∂glichkeiten der Digitalisierung f√ľr den Strommarkt und die Energiewende zu nutzen.

‚ÄěDie Energiewende muss gelingen, aber Strom darf nicht zum sozialen Sprengstoff zwischen Arm und Reich werden. Die Angebote vieler Stromanbieter werden zudem als intransparent wahrgenommen.‚Äú
Andrew Mack, CEO Octopus Energy Germany

Jeweils die H√§lfte der Befragten gibt an, dass ihnen bei der Wahl des Stromanbieters die¬†soziale Verantwortung, z.B. in Bezug auf √Ėkologie oder Verbraucherschutz, und Flexibilit√§t, z.B. in Form einer kurzen Vertragslaufzeit, wichtig ist.ūüíö

Um den¬†Verbraucherschutz¬†in diesem Bereich zu st√§rken, m√ľssen Preise transparenter auf den von den Deutschen gerne genutzten¬†Vergleichsportalen¬†dargestellt und Anreize f√ľr den Wechsel durch flexible Vertr√§ge und kurze Vertragslaufzeiten gesetzt werden. So k√∂nnen Preisersparnisse im √Ėkostrombereich schneller an die Stromkund*innen weitergegeben werden und diese bleiben nicht in langen, teuren Knebelvertr√§gen gefangen.

‚Äćūü§Ē Wie seht Ihr das?¬†

Was musst die neue Bundesregierung tun, damit Energie besser wird f√ľr alle? Wir freuen uns auf Euer Feedback √ľber unsere Social-Media-Kan√§le! ūüėČ

ūüĆć Wir wollen eine Bewegung ansto√üen. Gr√ľne, saubere Energie muss f√ľr so viele Menschen so schnell wie m√∂glich so bezahlbar wie m√∂glich werden. Technologie ist hierf√ľr der Schl√ľssel.


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Caroline Drechsel
Senior Marketing Manager

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