
Anlocken und O'zapfen: Was Bier über den Strompreis verrät
Was kann uns ein steigender Bierpreis über den Strommarkt beibringen? Mit versteckter Kamera wagen wir ein Experiment
02. Oktober 2026
|Anlocken und O'zapfen: Strompreiserhöhung erklärt
Über den üppigen Preis einer Maß Bier auf dem Oktoberfest reden alle – doch warum hört die Empörung beim Strompreis auf? Wir von Octopus Energy wollten es ganz genau wissen und haben ein Sozialexperiment in München gewagt.
Das Pub-Experiment: Ab dem zweiten wirds mehr
Ganz nach dem Motto „Anlocken und O’zapfen“ haben wir für einen Nachmittag die unfairste Kneipe – auf bayerisch Boazn – Münchens betrieben: die erste Runde Bier für 2 Euro, danach wird es teurer. Mit versteckten Kameras hielten wir die Reaktionen der Barbesucher*innen fest. Aber seh es dir direkt selbst an:
Der billige Bierpreis von 2 Euro klingt für die Boaznbesucher*innen erst einmal wie ein Schnäppchen mit Schaum. Als das nächste Helle aber 5 Euro kostet, sind Irritation und mitunter Wut vorprogrammiert. Auf gut Bayerisch: „Ihr wollts mi doch verarschn!“ Und das ist keine Überraschung: In einer repräsentativen Umfrage unter 5 000 Menschen finden es 85 % unfair, wenn Stammgäste in einer Bar benachteiligt werden.
Als wir das Experiment auflösen, wird der Ärger zur Verblüffung. Niemand der Befragten wusste, dass diese Art der Preiserhöhung am Strommarkt nur zu gängig ist. Das Perfide: Es trifft vor allem ältere Menschen mit kleiner Rente, Migrant*innen und Personen mit geringer finanzieller Bildung. Wer es sich am wenigsten leisten kann, zahlt tendenziell am meisten für seinen Strom.
Auch unsere Studie mit der RWTH Aachen zeigt: Die Stromanbieter erhöhen die Preise bei Bestandskund*innen um 19 bis 24 %, während Neukund*innen stark vergünstigte Tarife erhalten. Es ist also längst überfällig, sichtbar zu machen, wie der Wettbewerb zwischen Stromanbietern funktioniert. Nur so lässt sich für Verbraucher*innen nachvollziehen, wieso der anfangs attraktive Strompreis gestiegen ist und die Rechnung von Jahr zu Jahr höher wird – trotz langjähriger Kundentreue.
Raus aus der Kostenfalle! Das kannst du tun
Vergleiche Tarife: Stelle verschiedene Tarife gegenüber – so bekommst du einen Eindruck vom aktuellen Durchschnittspreis für Strom. Gleiche deinen Arbeitspreis pro Kilowattstunde und Grundpreis damit ab. Wenn du mehr zu den Tarifen von Octopus Energy erfahren willst, kannst du unseren Tarif-Finder nutzen. [Hier gehts zum Tarif-Finder]
Stelle dir einen Preisgarantie-Timer: Unabhängig von Boni oder Prämien – nach einer gewissen Laufzeit fällt die Preisgarantie deines Tarifs weg. Ab diesem Zeitpunkt wird Strom häufig teurer. Mit einer Erinnerung im Kalender verpasst du die Kündigungsfrist nicht und kannst vor der Strompreiserhöhung wechseln.
Prüfe Preisanpassungsschreiben: Stromanbieter müssen dich informieren, wenn sie nach Ablauf der Preisgarantie oder Vertragslaufzeit die Kosten erhöhen. Hier greift in der Regel das Sonderkündigungsrecht mit einer Kündigungsfrist von meistens zwei bis vier Wochen.
Recherchiere in Kundenbewertungen: Portale wie Trustpilot sind gute Informationsquellen, um herauszufinden, ob Stromanbieter ihre Preise nach einer Weile stark erhöhen. Einen genaueren Einblick, wie Trustpilot Stromanbieter bewertet, findest du in diesem Beitrag: „Im Check: Wer ist der beste Stromanbieter 2026 bei Trustpilot?“
Informiere deine Freund*innen: Teile dein neues Wissen über den Strommarkt mit deinen Freund*innen und Bekannten. So startest du dein persönliches Energy-Netzwerk, in dem ihr euch gegenseitig unterstützen und über neueste Strompreiserhöhungen updaten könnt.
Du hast bereits einen Tarif bei uns und bist zufrieden? Dann empfiehl uns gern an deine Freund*innen weiter
Sind sie auch am Start, erhältst du 50 € Bonus auf deine nächste Jahresrechnung und sie können sich über 150 € freuen. Hier erfährst du mehr.
Veronika Gott
Marketing












